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Pilzbrut

Die Herstellung von Pilzbrut ist ein aufwändiger und manchmal langwieriger Vorgang. In unserem Labor in Unterterzen stellen wir aus Sporen und gelagerten Mycelkulturen Körner- und Dübelbrut her für die Beimpfung von Holz und anderen Substraten. Als Grundmaterialien verwenden wir FSC-zertifizierte Buchenholzdübel aus Schweizer Produktion und unbehandelten Schweizer Futterweizen. Die von uns entwickelten Brutgefässe sind recylierte PET-FLaschen mit einem Wattepad aus Bio-Baumwolle. Die Ökobilanz dieser Produktionsweise ist einmalig und von anderen Anbietern unerreicht. Neben den bekanntesten internationalen Zuchtstämmen pflegen wir auch eigene Zuchtstämme, die aus dem genetischen Material von wilden Schweizer Pilzen gewonnen wurden. Für den Verkauf ist ein Sortiment von 12 Pilzarten ausgewählt worden, die mit wenig Aufwand erfolgreich gezüchtet werden können.

>> Liste der Pilzarten

In der Schweiz bestehen klare gesetzliche Regelungen für den Handel mit Pilzen. In der Speisepilzverordnung des Bundes ist geregelt, welche Pilzarten als Speisepilze, Handels- , Markt- und Kulturpilze gelten. Alle Pilzarten, die wir anbieten und nicht mit dieser Liste konform sind, betrachten wir als Kulturen für Zuchtexperimente. Wir kultivieren keine psilocybinhaltigen Pilze. Einige Pilzarten, wie zum Beispiel der ziegelrote Schwefelkopf, Hypholoma sublateritium, gelten in der Schweiz nicht als Speisepilz, manchenorts wird er gar als giftig bezeichnet. In den USA und in Japan wird dieser Pilz hingegen in grossen Mengen industriell als Lebensmittel angebaut. Auch auf der Positivliste der FAO ist dieser Pilz als für die menschliche Ernährung geeignet klassiert. Gemäss Schweizer rechtsordnung können wir den Hypholoma sublateritium nur als Zierpilz empfehlen.
 

 

Unsere Dübelbrut kommt in PET-Flaschen mit Sterilfilter zu Ihnen - ein Verfahren, das wir selber entwickelt haben, um gebrauchte PET-Flaschen zu recyceln. Unser Knowhow wird auch in Entwicklungshilfeprojekten eingesetzt, wo aus Zellulose mit einer simplen technik Nahrung hergestellt wird. Nach Gebrauch können die Flaschen in normalen PET- Containern entsorgt werden. Die Herstellung von Pilzbrut ist kein Geheimnis. Sie können die Technik dazu erlernen in einem zweitägigen Kurs, der jährlich an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wädenswil bei Zürich stattfindet. Daniel Ambühl leitet den Kurs persönlich. 2011 musste der Laborkurs erstmals doppelt geführt werden, wegen der grossen Zahl von Anmeldungen. Infos dazu finden Sie hier >>

 

 

 

Die Pilzbrut auf Buchenholzdübeln empfehlen wir für alle, die in kleineren Mengen Hölzer beimpfen wollen. Die Brut ist im Kühlschrank länger haltbar als Körnerbrut, das Kontaminationsrisiko ist wesentlich kleiner und auch die Transportrisiken beim Versand sind geringer. Standardmässig führen wir 8mm Durchmesser und 40mm lange Riffeldübel. 8mm Durchmesser und 70mm lange Dübel sowie Spezialdübel mit grösseren Durchmessern produzieren wir auf Bestellung. Spezialsorten führen wir auf Eichen-, Birken- , Eschen und Kieferndübeln.
 

Saisonale Pilzbrut-Produktion

Die Hauptsaison für die Beimpfung von Holzstämmen sind die Monate Februar bis Mai. In dieser Zeit sind die meisten bekannten Pilzarten (Seitlinge, Shiitake, usw.) ab Lager lieferbar. Da diese Brut jedoch jedes Jahr von neuem im Dezember und Januar gestartet und dann über mehrere Stufen (Agar-Nährböden, Körner, Sägemehl) bis zu den Holzdübeln weitergezüchtet wird, ist jeweils nur soviel Brutmaterial verfügbar, wie gerade produziert wurde. Eine Nachzucht von Stammkulturen dauert rund 2 Monate! Bitte bestellen sie also ihre Pilzbrut unbedingt frühzeitig!! Dann können wir Ihnen frische, optimal wüchsige Pilzbrut im besten Impfstadium anbieten.

 

>>  Übersicht aller lieferbarer Pilzarten
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Sie wollen mehr wissen über die Arbeit im Pilzlabor? Lehnen Sie sich zurück und schauen und hören Sie unsere Video Beiträge im hauseigenen Pilz-TV. Viel Spass!

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