| Pilzgarten > Naturlabor > Pilzzeria > Pilzbrut > Pilze > Anleitungen > Bestellung > Kontakt > Links | ||
| Chilbi Projekt "Murger Pilze" | ||
Demonstration des Beimpfens von Buchenholz an der Chilbi Murg 2006 Das Projekt "Murger Pilze" zeigt exemplarisch das
Potential der Pilzzucht als Event für Messen und Chilbis. Das Projekt wurde vom
Verkehrsverein des malerisch am Walensee gelegenen Murg realisiert mit kräftiger
Unterstützung durch den Verein Pro Kastanie Murg. An den Chilbitagen bestand das
Projekt aus den Teilbereichen: Bildklick für Vergrösserung |
||
| Der Murger Pilzgarten befindet sich an einer für den Pilzanbau denkbar ungünstigen Lage. Ein Schrebergarten in offenem, wind- und sonnenexponiertem Gelände auf durchlässigem trockenem Boden. Aber schau an! Am Tag der Chilbi waren die
ersten prächtigen Pilze da: Ulmenraslinge und Austernseitlinge. |
|
|
| Entstehung
des Pilzgartens Im Januar wurde Daniel Ambühl angefragt, ob er ein Pilzprojekt für die Chilbi im Herbst realisieren wolle. Gestartet wurde am 22. April mit dem Beimpfen von etwa 100 Holzrugeli, wobei auf einigen Stämmen ein einheimischer Stamm des Stockschwämchens geimpft wurde, den Daniel Ambühl aus Sporen von gesammelten Pilzhüten in seinem Labor hergestellt hatte.Ein Dutzend Helferinnen und Helfer des Verkehrsvereins und des Kastanienvereins Murg arbeiteten bei schönstem Wetter.
|
![]()
|
|
| Erste
Pilze Noch in der Lagermiete entstanden im Juni die ersten Dächer des Ulmenseitlings. Solche frühen Fruchtkörperbildungen sind vor allem beim Beimpfen mit Körnerbrut häufig, da der Pilz aus dem Substrat viel Kraft bezieht und dann nur ein kleines Loch in der Plastikverpackung benötigt, um sich ins Freie zu zwängen.
|
|
|
| Auspflanzung
Am Bürgertag im August waren die Hölzer bereit für die Auspflanzung in den Garten. Etwa 50 Gemeindebewohner nahmen an diesem freiwilligen Arbeitstag teil und einige von Ihnen bereiteten mit viel Schwung den Pilzhölzern ihren Platz im Garten. Um die Pilze im Holzinnern vor zu grosser Trockenheit zu schützen wurden die Hölzer tief eingegraben. Im September wurde eine Bewässerung installiert und zwei Wochen vor der Chilbi - als immer noch kein Pilz zusehen war, und einige Beteiligten schon nervös wurden - ein Beschattungsdach montiert.
|
|
|
| Ernte
an der Chilbi Zugegeben. Es gehörte auch ein Quentchen Glück dazu, dass die Pilze just am Chilbitag da waren. Bei prächtigem Wetter bestaunten die Besucher die Pilze im Pilzgarten, folgten der informativen Diashow, verköstigten sich mit den knusprig braun gebratenen und mit leuchtend orangen Kapuzinerblüten verzierten Austernseitlingen auf Toast, schauten zu, wie ein Buchenholz beimpft wurde und einige deckten sich spontan ein mit einem Rugeli für den Garten.
|
![]() |
|
| Die
Murger Glückspilze und eifrigen HelferInnen |
Peter Ris,
Präsident Verkehrsverein Josef Kühne, Präsident Kastanienverein, Gemeindeförster Jürg vom Camping Murg Stefan und Daniela Majhensek Suzanne Cramer Maja Katharina und Dani Humbel Esther und viele, viele mehr ... |
|
| Wie es
weiterging |
||
| Im
November 2006 herrschte mildes, warmes Wetter. Allerdings war es auch trocken durch viele
Föhntage und so musste kräftig gewässert werden im Pilzgarten. Aber die Arbeit wurde
prächtig belohnt. Im November konnten rund 20 Kilogramm Pilze geerntet werden und es
fanden sich schnell die Top-Restaurants in der Umgebung, deren Küchenchefs diese
Pilzspezialitäten zu würdigen verstanden. Diese Restaurants kochen mit unseren Murger Pilzen: Sagibeiz, Murg Falls Sie auch an den Murger Pilzen interessiert sind: Schreiben Sie uns! Hier
|
|
|
| 2007 Erste Pilze schon im März dann wieder im April. Siehe Videobeitrag im Pilz-TV |
||
| August
2007 Der Pilzgarten in Murg hat einige Rückschläge erlitten. Die von Stefan Majhensek eingebaute perfekte Bewässerungsanlage wurde mehrfach sabotiert, Schläuche durchgeschnitten, Bewässerungscomputer zerstört. Man riskiert nicht viel, wenn man behauptet, dass dieser Pilzgarten vielen Leuten ein Dorn im Auge ist. Weshalb? Das ist allerdings eine ganz andere Frage, die wohl unbeantwortet bleiben wird, weil sich die Leute kaum äussern werden, die für diese Taten verantwortlich sind. Motive? Wollen wir uns mit Neid, Dummheit, Ignoranz und Missgunst beschäftigen? Nein! Item: Nun liegt der Garten noch fast nackter da als zu Beginn des Abenteuers. Nämlich: Seiner Beschattung beraubt. Aber dafür mit einem ausgeklügelten Bewässerungssystem versehen, welches leider aus obigen Gründen nicht läuft. Und die Pilze? Sie erscheinen trotzdem, vereinzelt allerdings und etwas zaghaft geduckt im Schatten von "Unkraut" aber auch - ersteunlicherweise - mitten im Licht. Hoffen wir auf einen kühlen nassen Herbst! Wie ich hörte soll der Pilzgarten jedoch abgebaut werden, weil sein derzeitiger Betreuer und Pfleger die Nase gestrichen voll hat von den anonymen, ja: feigen Widerständen der Umgebung. Sehr verständlich. Schade um die tolle Arbeit der vielen Menschen, die dazu beigetragen haben, dass da Pilze wachsen.
Nachtrag 2008 Der Pilzgarten in Murg wurde abgebaut, die Pilzhölzer ausgegraben und verschenkt an Pilzfreunde, die sie anderswo wieder eingruben und noch Jahre davon feine Pilze geniessen können.
Die Moral von der Geschicht Innovationen sind oft da am schwierigsten zu realiseren, |
||